Teures Wasser für die Stadt am Meer: Piraten fordern Rekommunalisierung

Bild: CC-BY-ND Olli Henze
Die Preise für die Wasserversorgung in Bremerhaven wurden vom Anbieter SWB AG zum Jahresbeginn drastisch erhöht und liegen nun deutlich über denen der Anbieter, die das Umland versorgen (Link, kostenpflichtig). Die Piratenpartei Bremerhaven verurteilt diese Erhöhung in der «Hauptstadt der Armut»und sieht den Grund vor allem im Gewinnstreben der SWB und deren Unternehmensstruktur als Aktiengesellschaft.
René Russell, Spitzenkandidat der Bremerhavener Piratenpartei für die Bremische Bürgerschaft, erklärt hierzu: «Die SWB AG ist ein Wirtschaftsunternehmen, das vor allem seinen Aktionären verpflichtet ist, und das sogar gesetzlich. Oberstes Ziel einer Aktiengesellschaft ist die Gewinnsteigerung.
Dies ist fatal, wenn es wie in diesem Fall die Daseinsvorsorge betrifft. Wasser ist ein Grundbedürfnis; niemand kann darauf verzichten. Daher ist die Rekommunalisierung unserer Wasserversorgung  unab-dingbar. Nur dadurch ist gewährleistet, dass jeder Bürger Wasser zu sozial verträglichen Preisen bezie-hen kann. Das Streben nach immer höheren Gewinnen darf hier keinen Platz haben.
Netze, ob Wasser, Energie oder auch das Internet, gehören in die öffentliche Hand.»

Kommentare

2 Kommentare zu Teures Wasser für die Stadt am Meer: Piraten fordern Rekommunalisierung

  1. Horst schrieb am

    „Rekommunalisierung“ – Wenn ihr ein UNKORRUMPIERBARES MENSCHENRECHT auf KOSTENLOSE Nahrung, MIETFREIEM Wohnen und KASSEN- wie KLASSENLOSER Gesundheit propagieren würdet, für ein Zusammenleben OHNE wachstumwahnsinnige Symptomatik mit wettbewerbsbedingter Ausbeutung und Unterdrückung in „Wer soll das bezahlen?“ und „Arbeit macht frei“, also OHNE Steuern zahlen, OHNE manipulativ-schwankende „Werte“, OHNE „Sozial“-Versicherungen, OHNE irrationalen Zeit-/Leistungsdruck zu einer Karriere von Kindesbeinen, usw., dann würde ich Pirat werden, bzw. wieder wählen gehen, denn erst dann würde die Chance bestehen, daß der FASCHISTISCHE Kreislauf des geistigen Stillstandes seit der „Vertreibung aus dem Paradies“ in wirklich-wahrhaftige MENSCHENWÜRDE gewandelt wird – Stopp der KONFUSION in Überproduktion von systemrationalem KOMMUNIKATIONSMÜLL.

    Kommunal sollte nur gedacht und kommuniziert werden, damit nachahmenswertem Vorbild GLOBAL „VERSTAATLICHT“ wird, was Mensch viel zu lange gespalten und in Bewußtseinsbetäubung gehalten hat!

    • aalter schrieb am

      Hallo Horst,

      das Bedingungslose Grundeinkommen kann aus mehreren Bausteinen bestehen, z. B. ein Geldbetrag plus ein Energiekontingent plus freies WLAN … Der Möglichkeiten sind da viele.

      Was aus unserer Sicht jedoch abzulehnen ist, ist das generelle Prinzip Sachleistung als Ersatz für ein Grundeinkommen (Geld). Z. B. bei der Zuteilung von freien Lebensmitteln u.a.: Da landet man sehr schnell bei Lebensmittelmarken, Kleiderkammer etc. Ein Geldbetrag als größter Teil des BGE ermöglicht den Leuten, eigenständig zu entscheiden, wie viel sie wofür ausgeben wollen. Hinzu kommt die Bürokratisierung. Das BGE soll ja auch Bürokratie abbauen, nicht zu noch mehr Verwaltung führen. Dies wäre jedoch gegeben, wenn alles als Sachleistung zugeteilt wird. Auch Prinzipien wie Freizügigkeit, d. h. die freie Wahl des Wohnorts, sind damit praktisch nicht mehr zu gewährleisten.

      Viele Grüße
      Anne

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