Piraten fordern: Keine Stromsperren für HartzIV-Empfänger

Bild: CC-BY-SA Henning Grote
Die Piratenpartei Bremerhaven fordert, die Praxis der Stromunterbrechung bei nicht bezahlten Rechnungen für die Empfänger von Transferleistungen abzuschaffen. 
In Deutschland wurde letztes Jahr in fast 350 000 Haushalten der Strom abgestellt. Die meisten Betroffenen erhalten HartzIV. Wegen ihrer mangelden Zahlungsfähigeit werden sie von den Anbietern in unvorteilhafte und überteuerte Stromabnahmeverträge gezwungen.
René Russell, Spitzenkandidat der Piratenpartei Bremerhaven für die Bremische Bürgerschaft, bekräftigt die Position seiner Partei: “Es kann nicht sein, dass Menschen, die nur das Existenzminimum zum Leben haben, davon überteuerte Stromtarife bezahlen müssen und so leicht zum Opfer einer bürokratischen und unmenschlichen Maßnahme werden – der Stromsperre. Es ist unmöglich, in einer Stadt menschenwürdig zu leben, wenn die Energieversorgung abgeschaltet wird. Daher fordern wir, diese demütigende und entwürdigende Praxis umgehend zu beenden und den Betroffenen wieder zu ermöglichen, am Leben teilzuhaben.”